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Das Projekt "Sierra Leone"
Innerhalb der internationalen Arbeit
des deutschen CVJM gibt es im Rahmen des CVJM-Weltdienst eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem YMCA (CVJM auf Englisch) in Sierra
Leone/Westafrika. |
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In diesem Konflikt
setzte man unter anderem auch Kindersoldaten, z.T. ab dem Alter von 9 oder
10 Jahren ein, die entsprechend unter Drogen gesetzt einer Gehirnwäsche
unterzogen wurden und schließlich vor die Alternative zu Töten oder selbst
zu sterben gestellt wurden. Vom Ausbildungsprojekt zur Berufsschule... Es war im Dezember 2000. Der Rebellenkrieg in Sierra Leone ging seinem Ende zu. In Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones gab es noch zahlreiche Flüchtlingscamps, die sich nach und nach leerten: Die Regierung sorgte in Zusammenarbeit mit der UNO dafür, dass die vielen Flüchtlinge in den besonders verwüsteten Osten des Landes zurückkehren konnten. Kinder und Jugendliche wurden zu dieser Zeit als „Lost Generation“ (= Verlorene Generation) bezeichnet, da sie nie etwas anderes als den Krieg kennen gelernt haben – sei es als Kindersoldat oder als Opfer. Mit einem breit angelegten Wiederaufbau-Programm wurde der Grundstein dazu gelegt, dass in der östlichen Region, in der die Rebellen kaum einen Stein auf dem anderen gelassen haben, die Voraussetzungen für die Rückkehr der Menschen geschaffen wurde. Im Dezember 2000 waren wir vor Ort und Fred Karimu, der Generalsekretär des YMCA (CVJM) Sierra Leone sprach mit uns über die Idee, dass sich auch der YMCA mit einem Ausbildungsprojekt an dem Wiederaufbau des Landes beteiligen könnte. Da der YMCA bereits in den Flüchtlingscamps durch Verteilung von Hilfsgütern aber auch YMCA-Arbeit (Jungscharstunden, Bibelstunden, Gottesdienste, ...) aktive Arbeit geleistet hatte, gab es in der „Rückkehrerregion“ bereits erste Ansätze von YMCA-Arbeit in verschiedenen Vereinen vor Ort. Im Herbst 2001 war Fred Karimu zusammen mit dem damaligen Kassenwart des YMCA Nationalverbandes, Sahr Lebbie, in Lüdenscheid vor Ort, um die erste Idee in einem präzisen Konzept den BÜHNENMÄUSEN vorzustellen. Kenema, die regionale Hauptstadt der östlichen Region ist als Standort für das Berufsausbildungsprojekt ausgesucht worden, in dem SchneiderInnen, Maurer, Tischler und Farmer innerhalb kürzester Zeit ein Grundlagentraining erhielten, so dass sie mit der Fähigkeit, Geld zu verdienen, auch aktiv am Wiederaufbau des Landes teilnehmen konnten. Hierfür sollten sie am Ende ihrer Ausbildung Werkzeug-Ausstattungspakete erhalten. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Plan in die Tat mit der Unterstützung der BÜHNENMÄUSE umgesetzt. Bereits Anfang 2004, als wir persönlich vor Ort waren, hatten die Auszubildenden einen Teil eines eigenen, neuen Ausbildungszentrums aus eigener Kraft errichtet, da das zuvor gemietete Gebäude nicht die besten Voraussetzungen für eine Fortführung des Projektes bot. Bereits in dieser Zeit entstand die Idee, das Berufsausbildungsprojekt (Skills Training) in eine „normale“ Berufsschule (Vocational Training Center) umzuwandeln und die Ausbildung auf den „normalen“ Zeitraum von drei Jahren auszudehnen.
Heute gibt es diese
Berufsschule. Noch heute werden dort ehemalige Kindersoldaten und vom Krieg
betroffene Jugendliche der „Lost Generation“ dort ausgebildet. Heute dürfen
diese Kinder und Jugendlichen erfahren, dass es Menschen im CVJM in
Deutschland gibt, die sie dabei unterstützen, ihre eigene Existenz zu
gründen. Die Voraussetzungen hierfür sind optimal, da der YMCA in Sierra
Leone mit hoch qualifizierten Mitarbeitern eine sehr zielgerichtete Arbeit
leistet. Für eine größere Darstellung das Bild anklicken
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Weiterführende Links: http://www.sierra-leone.org/slnews.html (aktuelle Infos aus Sierra Leone – auf Englisch) http://www.weltalmanach.de/ (Länderinfos zu Sierra Leone) http://www.cvjm-westbund.de/weltdienst/sierra.htm (die CVJM Weltdienstarbeit in Sierra Leone) http://www.cvjm-westbund.de/weltdienst/sierra.htm#skill (Bericht von der Eröffnung des Ausbildungsprojektes, das die Bühnenmäuse unterstützen) |
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